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26.11.2009

Anpassung an Klimawandel mit Kampf gegen Hunger verbinden

Welternährung

Angesichts einer Milliarde hungernder Menschen und der Erklärung des Welternährungsgipfels, fordert das Europäische Parlament heute mit großer Mehrheit, die Ursachen des Hungers an der Wurzel zu bekämpfen. Dazu erklärt Martin Häusling, Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Europäischen Parlament:

"Die Hälfte der Hungernden auf der Welt sind Bauernfamilien. Wir unterstützen die Erklärung des Welternährungsgipfels, dass anstelle von Hochtechnologien nur Erfolge im Kampf gegen Hunger erreicht werden können, wenn die Kleinbauern unterstützt werden.

Das Parlament und die FAO rufen die Regierungen dazu auf, mehr in die Landwirtschaft zu investieren, um die Ernährungssicherheit zu stärken. In der Entwicklungshilfe ist der Anteil der Mittel für die Landwirtschaft auf unter fünf Prozent gesunken, ebenso kommen die afrikanischen Regierungen ihrem Versprechen nicht nach, zehn Prozent ihrer Budgets für ländliche Räume zu nutzen. Diese Entwicklung ist besonders verhängnisvoll, da durch Investitionen in keinem anderen Bereich mehr im Kampf gegen Armut erreicht werden kann - wie inzwischen selbst die Weltbank anerkennt.

Wir bestätigen das Recht auf Nahrung und das Prinzip der Ernährungssouveränität für alle Länder der Welt, damit jede Region entscheiden kann, welche Politik notwenig ist, um den Hunger vor Ort zu bekämpfen. Auf den internationalen Getreidebörsen wird kein Essen erzeugt, dass machen überall auf der Welt Bäuerinnen und Bauern. Mit dem Weltmarkt alleine wird niemand satt.

Folgerichtig fordert das Parlament, dass Mitgliedsländer der FAO die Empfehlungen des Weltagrarberichts umzusetzen, die klimafreundliche Landwirtschaftsformen unterstützen, denn gerade Anbaumethoden in Entwicklungsländern setzen besonders wenig Treibhausgase frei und arbeiten energieeffizient."

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