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de |    ThemenBrüssel 16.04.2009

Internet - Copyright : ahlobystov

Fairer Handel für digitale Rechte

Autorenrechte in der digitalen Welt

 

Das Internet eröffnet einen reichhaltigen Zugang zum kulturellen Erbe Europas: Ob Musik, Bücher oder Film - kaum ein kreatives Werk, das nicht digital downloadbar ist. Was in diesem System fehlt, ist allerdings ein faires Modell, nach dem die Schaffer solcher künstlerischen Werke entlohnt und die Nutzerinnen und Nutzer der Kulturgüter leichten Zugang dazu haben. Der ungelöste Konflikt um illegales Filesharing zeigt die ganze Problematik der Situation: Während die Künstlerinnen und Künstler auf Entlohnung als Lebensgrundlage angewiesen sind, werden andererseits Userinnen und Usern wegen Filesharings kriminalisiert.


Faire Modelle für Künstler und Autoren

Helga Trüpel, stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses des Europäischen Parlaments, tritt deshalb für die Entwicklung eines neuen Modells ein. Als Gastgeberin einer Anhörung des europäischen Schriftstellerverbands, die am gestrigen Donnerstag am Europaparlament stattfand, trat sie für faire Modelle für die Interessen von Künstlern und Autoren in der digitalen Welt ein.

Kultur kann man nicht für lau haben

"Kultur kann man nicht einfach für nichts, für lau haben", so Trüpel. Um die kulturelle Vielfalt aufrechterhalten zu können, müssen Autoren und Künstler von ihren geistigen, kreativen Produkten leben können. "Der neue Ansatz heißt", so Trüpel, "fairer Handel für digitale Rechte. So wie die Grünen auch sonst für fairen Handel eintreten, muss ein ähnliches Modell für die digitale Welt entwickelt werden.

Das Ziel muss laut Trüpel eine win-win-Situation sein: Für die Verbraucherinnen und Verbraucher ein leichter Zugang zum Internet und zum kulturellen Erbe Europas, für diejenigen, die die Inhalte produzieren, die Zusicherung, dass diese von ihrer Arbeit leben können.