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de |    PressemitteilungenStraßburg 13.12.2011

EU-Kommissarin Kroes setzt auf „copy & paste“:

 

"Diese Personalentscheidung von Frau Kroes, zuständig für die Bereiche Informationsgesellschaft, Digitale Agenda und Medien, ist ein extremer Fehlgriff, der rückgängig gemacht werden muss. Als CSU-Politiker hat sich Karl-Theodor zu Guttenberg nicht nur als Freund von Netzsperren und Vorratsdatenspeicherung exponiert, sondern er hat auch eklatant gegen gute wissenschaftliche Praxis verstoßen; nicht zuletzt hat ihn die Netzgemeinde, flankiert vom öffentlichen Druck der Medien und Wissenschaftsverbände, des Plagiats überführt und seinen Rücktritt erzwungen.

Dass Frau Kroes, die vor kurzem noch erklärt hat, dass das Wort 'copyright' für viele Menschen inzwischen zum Hassbegriff geworden sei, nun auf die Kompetenzen von Herrn Guttenberg setzt, ist mehr als bedenklich. Es ist ein fatales Signal an alle europäischen Autoren-, Wissenschafts- und Künstlerverbände, die an einer fairen Ausgestaltung und Balance des Urheberrechts im 21. Jahrhundert mitarbeiten wollen."