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04.05.2010

Das Recht zu Lesen für alle!

Bücher für Blinde und Sehbehinderte

Anlässlich der heute im EU-Parlament abgehaltenen Konferenz über das Recht zu Lesen für blinde und sehbehinderte Menschen erklärt Ska Keller, grünes Mitglied im Entwicklungsausschuss des Europaparlaments:

"Blinde und sehbehinderte Menschen leiden unter einer "Bucharmut". Das geltende Urheberrecht erschwert den Zugang zu Büchern, die für blinde Menschen lesbar sind. Es ist praktisch unmöglich, einmal in Blindenschrift übersetzte Bücher in einem anderen Land zugänglich zu machen. Darunter leiden besonders die ärmsten Menschen in den Entwicklungsländern.

Schon seit den 80er Jahren kämpfen verschiedene Organisationen für einen bindenden Vertrag im Rahmen der Weltorganisation für geistiges Eigentum, der rechtliche Mindeststandards für einen erleichterten Zugang zu Büchern garantieren soll. Es ist ein Skandal, dass die EU und mehrere Mitgliedsstaaten sich gegen einen solchen Vertrag stellen. Ich fordere die Kommission und die Regierungen der Mitgliedsstaaten eindrücklich dazu auf, sich nicht dem Recht zu Lesen für alle entgegen zu stellen!"

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