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19.11.2013

Erasmus+: 40% Budgetsteigerung ist Augenwischerei

EU-Bildungsausgaben noch immer zu niedrig

Das Parlament hat heute mit großer Mehrheit für das Erasmus+ Programm gestimmt. Das neue Programm vereint die Bildungsprogramme der EU, wie "Lebenslanges Lernen" und das neu geschaffene Sportprogramm zukünftig unter einem Dach. Die finanzielle Ausstattung halten wir für unzureichend.

Helga Trüpel, Vizepräsidentin des Kultur-und Bildungsausschusses im Europäischen Parlament:

"Was die finanzielle Ausstattung des Programmes Erasmus + für den Zeitraum 2014-2020 angeht, ergibt sich nur auf den ersten Blick eine Steigerung zum Vorgängerprogramm. Nicht berücksichtigt wird die Tatsache, dass es seitdem eine Erweiterung der EU um Kroatien gab. Zudem soll der Aktionsbereich von Erasmus + um eine internationale Dimension erweitert werden. Daher hinkt der Vergleich um die angebliche 40% Steigerung, das  ist Augenwischerei!

 

Der ursprüngliche Etat Vorschlag der Kommission  für Erasmus sah 15 Milliarden Euro vor. Der Rat hat diesen um 14% auf 13 Milliarden Euro gekürzt. In Anbetracht der Tatsache, dass das Bildungsprogramm nur einen Bruchteil der Ausgaben des Gesamtvolumens des EU Haushalts (1,4%) ausmacht, ist diese Kürzung durch den Rat  ein schlechtes politisches Signal. Gerade in Anbetracht der hohen Jungendarbeitslosenzahlen in Europa muss mehr in Bildung investiert werden.

Bei der Erasmus+ Reform haben wir Grünen uns dafür eingesetzt, dass die etablierten Markennamen wie Comenius, Grundtvig und Leonardo für die einzelnen Unterprogramme beibehalten wurden. Die Sichtbarkeit und Transparenz der EU-Bildungsprogramme waren für uns wesentlich. Die Einführung des Darlehen-Programms für Studierende der Masterstudiengänge haben wir begrüßt und uns dafür stark gemacht, dass diese Darlehen Studierenden aller Fachrichtungen zugutekommen."

 

Weitere Informationen

Helga Trüpel

Telefon Brüssel +32-2-28 45140
Telefon Straßburg +33-3-881 75140