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25.02.2015

Europäische Energieunion

Verpasste Chance für Europäische Energiewende

Die Europäische Kommission stellte heute ihren Vorschlag für die Schaffung einer Europäischen Energieunion vor. Dieser soll dann während des nächsten EU Gipfels von den Staats- und Regierungschefs besprochen werden.

Rebecca Harms, Vorsitzende der Grünen/EFA Fraktion, kommentiert:

„Die Europäische Union braucht ein gemeinsames Zukunftsprojekt. Die Energieunion hätte das Zeug ein solches Zukunftsprojekt zu sein. Doch die heute präsentierten Vorschläge der Kommission sind nicht mehr als eine verpasste Chance. Statt der Europäischen Energiewende den Weg zu ebnen, will die Kommission die Abhängigkeit von Russland durch Pipelines in andere nicht-demokratische Staaten, durch Schiefergas und durch teure Förderung der Atomkraft  überwinden. Die Europäische Kommission ignoriert die dringende Notwendigkeit, bei der Kohlestromerzeugung gegenzusteuern und plant den Relaunch der sogenannten ‚sauberen fossilen Energie'. Eine Energieunion wird zukunftsfähig, wenn sie Energieeinsparung, Effizienz und Erneuerbare Energien ins Zentrum setzt, und nur damit garantieren wir eine nachhaltige Versorgungssicherheit." 

Claude Turmes, energiepolitischer Sprecher der Grünen/EFA Fraktion fügt hinzu:

"Wir werden gegen dieses ideenlose Vorgehen streiten. Wir wollen eine Energieunion für morgen und nicht die von gestern. Die Europäer müssen endlich gemeinsam Innovation und Klimaschutz voranbringen. Und sie können zusammen mit einer zukunftsfähigen Energiestrategie auch Sicherheit zurückgewinnen, die durch die hohe Abhängigkeit von Importen aus Russland gefährdet ist. Die Zukunft gehört der Energieeffizienz und den Erneuerbaren. In diesen Feldern entscheidet sich, ob wir ehrgeizig und erfolgreich sind beim Klimaschutz und bei der Energiesicherheit."

 

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Rebecca Harms

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