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01.07.2013

Förderung von Stierkampf durch die EU

Position der Grünen Europafraktion

Stierkampf ist eine besonders blutige Form der Tierquälerei. Wir teilen daher die Empörung vieler Tierschützerinnen und Tierschützer und tun als Grüne im Europäischen Parlament alles dafür, jegliche Förderung des Stierkampfs durch Gelder der Europäischen Union zu verhindern.

Aktuell kann davon ausgegangen werden, dass keine direkte Förderung des Stierkampfs durch die Agrarmittel der Europäischen Union stattfindet. Wir Grüne wollen aber auch die Möglichkeit einer Förderung kategorisch ausschließen und haben einen Antrag zum Haushalt 2014 gestellt, damit zukünftig eine indirekte Förderung des Stierkampfes ausgeschlossen wird. Im September wird über unseren Antrag im Agrarausschuss entschieden, dann wird sich zeigen, ob die anderen Fraktionen den Tierschutz ernst nehmen.

Leider ist zu befürchten, dass, neben den erwähnten Mitteln aus der Agrarförderung, Mitgliedsstaaten Mittel aus den Strukturfonds der Union indirekt zur Finanzierung von Stierkämpfen heranziehen. Die Europäische Kommission, die auf europäischer Ebene für die Umsetzung der Strukturpolitik zuständig ist, kann leider keine konkrete Auskunft in dieser Frage geben. Denn die Mitgliedstaaten sind für die Auswahl der geförderten Projekte selbst zuständig.

Unsere Grüne Forderung ist aber auch hier eindeutig: Es muss verhindert werden, dass Gelder aus den Strukturfonds als Subventionen für den blutigen Stierkampf zum Einsatz kommen. Die europäische und die nationale Ebene stehen gemeinsam in der Pflicht, dies sicher zu stellen.

Wir Grüne im Europäischen Parlament verurteilen den Stierkampf als blutige Tierquälerei. Wir werden daher weiterhin alles dafür tun, um die Aufzucht von Stieren für den Stierkampf von jeder Form der Förderung durch die Europäische Union auszuschließen.

Weitere Informationen

Martin Häusling

Telefon Brüssel +32-228-45820
Fax Brüssel +32-228-49820
Telefon Straßburg +33-3-88175820
Fax Straßburg +33-3-88179820