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16.06.2009

Harms: "Solarstrom aus Nordafrika braucht mehr Investitionen in die Energieinfrastruktur"

Erneuerbare Energien / DESERTEC

Rebecca Harms, stellvertretende Vorsitzende der Grünen/EFA Fraktion, begrüßt die heute bekannt gewordenen Pläne zahlreicher deutscher Unternehmen, Solargroßkraftwerke in Nordafrika bauen zu wollen. Meldungen zufolge will ein Konsortium bis zu 400 Milliarden Euro investieren.

"Ich begrüße sehr, dass europäische Unternehmen massiv in Solargroßkraftwerke in Nordafrika investieren wollen. Das Potential für Solarstrom in Nordafrika ist immens und das DESERTEC-Projekt kann einen wichtigen Beitrag für die Umstellung zu einer Erneuerbaren Energieversorgung und für mehr Klimaschutz leisten.

Wichtig ist, dass es nicht allein um den Import von Solarstrom nach Europa gehen darf. Auch vor Ort in den nordafrikanischen Ländern muss der Erneuerbaren-Anteil wachsen. Der dortige Energieverbrauch steigt beständig. Wenn der nordafrikanische Solarstrom allein für den Export in die EU genutzt wird, kommen wir beim Klimaschutz nicht weiter. Genauso gilt: Auch in der EU brauchen wir einen konsequenten Umbau unseres Energiesystems, um das Ziel 20% Erneuerbare bis 2020 zu erreichen.

Dringend muss jetzt auch die Netzinfrastruktur an die neuen Herausforderungen angepasst werden. Die Stromnetze in Nordafrika und Europa, aber auch zwischen den Kontinenten, müssen ausgebaut werden. Bestehende Verbindungen müssen verstärkt und auch neue HGÜ-Leitungen (1) gebaut werden, um einen möglichst verlustarmen Stromtransport zu gewährleisten."

 

Anmerkungen:

(1) Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetze

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