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13.01.2015

Junckerplan darf nicht auf Kosten der Forschungsförderung gehen!

Zu der für heute angekündigten  Vorlage der  Rechtsgrundlage des Investitionsplan von Kommissionspräsident Juncker erklärt Helga Trüpel, Haushaltspolitikerin der Grünen Fraktion im Europäischen Parlament:

"Die Pläne von Kommissionspräsident Juncker, stärker in die wirtschaftliche Wiederbelebung zu investieren sind richtig. Es ist aber ein Fehler, dass er zur Finanzierung des Investitionsplans zu einem wesentlichen Teil auf EU-Forschungsgelder zurückgreifen will.[1]  Damit droht sich die EU ins eigene Fleisch zu schneiden. Die Förderung von Universitäten und Forschungszentren stärkt Innovation und Entwicklung und damit die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit der EU.

 

Die EU-Forschungsförderung hatte in den vergangenen Jahren immer wieder mit Zahlungsproblemen zu kämpfen. Förderzusagen wurden verschoben oder abgesagt. Es ist unverantwortlich, diesen wichtigen Bereich nun weiter finanziell zu belasten.  Sinnvoller wäre es, die unsinnige EU-Förderung der Agrar-Industrie, von Tabakanbau oder dem Kernfusionsreaktor ITER zu kappen und diese Mittel für den Investitionsfonds zu verwenden."

[1] 2,7 der insgesamt 8 Milliarden Euro sollen aus dem Horizon2020 EU-Forschungsprogramm in den Junckerplan fließen.

 


[1] 2,7 der insgesamt 8 Milliarden Euro sollen aus dem Horizon2020 EU-Forschungsprogramm in den Junckerplan fließen.

 

Weitere Informationen

Helga Trüpel

Telefon Brüssel +32-2-28 45140
Telefon Straßburg +33-3-881 75140