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14.03.2011

Katastrophe in Japan

EU muss sofort Hilfe leisten - Atomkraft ist nicht beherrschbar

Täglich dringen neue Schreckensmeldungen aus Japan herüber: Was als furchtbares Erdbeben begann, hat nun unbeherrschbare Folgen auf die Kraftwerke Fukushima I und II an der japanischen Küste. Explosionen, versagende Kühlelemente - der Austritt von Radioaktivität scheint nicht mehr kontrollierbar und die erwartbaren, schwerwiegenden Folgen kann heute noch niemand abschätzen.

"Mit tiefer Bestürzung und großer Anteilnahme verfolgen wir die furchtbaren Meldungen über die katastrophalen Folgen des Erdbebens und des Tsunamis in Japan" erklärte die Fraktionsvorsitzenden der Grünen Europafraktion, Rebecca Harms. Unser Mitleid und unsere Anteilnahme müsse nun vor allem den Opfern und ihren Familien gelten. Zugleich fordert die Grüne Europafraktion die Europäische Union auf, umgehend alle ihr zur Verfügung stehenden Hilfsmittel zu mobilisieren.

Die immer noch nicht kontrollierte Situation der Fukushima-Reaktoren verdeutlicht einmal mehr die Grenzen der Beherrschbarkeit der Atomkraft. Besonders in Erdbebenregionen sind die Risiken falsch eingeschätzt worden - und insbesondere die Sicherheitsstandards älterer Kraftwerke, konzipiert in den 1960er Jahren, überholt. Erst 2007 gab es Warnsignale in Folge der Erdbebenschäden am Atomkraftwerk Kashiwasaki, die einfach ignoriert wurden. Das darf sich nicht wiederholen. Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke sind ein Spiel mit dem Feuer.

Rebecca Harms und Daniel Cohn-Bendit, Fraktionsvorsitzende der Grünen Europafraktion, haben nun in einem Brief an die Hohe Vertreterin Ashton, den EU-Ratspräsidenten Van Rompuy, EU-Kommissionspräsident Barroso, EU-Parlamentspräsident Buzek und Energiekommissar Oettinger sofortige Unterrichtung des Europäischen Parlaments über die Sicherheitssituation der japanischen Fukushima-Reaktoren gefordert. "Wir müssen auch die Sicherheit europäischer Reaktoren umgehend diskutieren, insbesondere der Kraftwerke in Erdbebenregionen" so Harms und Cohn-Bendit.

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