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19.05.2016

Mitgliedstaaten geben öffentlichem Druck nach

Glyphosat

Die Vertreter der Mitgliedstaaten haben ihre Entscheidung über die Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat vertagt. Wegen des Streits zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hätte sich Deutschland bei einer Abstimmung enthalten, die französische Regierung hatte bereits ihre Ablehnung einer Neuzulassung angekündigt, weitere EU-Staaten wie Italien haben ebenfalls ihre Ablehnung signalisiert. Martin Häusling, Mitglied im Agrar- und Umweltausschuss und agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament, kommentiert:

„Die Angst vor dem Stopp von Glyphosat ist offenbar so groß, dass die Mehrheit der Mitgliedstaaten die Entscheidung wieder einmal lieber vertagt hat. Jetzt muss ein neuer Vorschlag auf den Tisch. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat angekündigt, sich für Beschränkungen beim Einsatz des giftigen Pflanzenschutzmittels einzusetzen. Konsequent wäre es, Glyphosat ganz zu verbieten. Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten müssen das europäische Vorsorgeprinzip anwenden und das Pflanzengift vom Markt nehmen. Es gibt genügend Alternativen zu Glyphosat. Biobauern machen mit ausgewogenen Fruchtfolgen, Zwischenfrüchten und Untersaaten vor, wie Landwirtschaft und Bodenschutz auch ohne Totalherbizide geht. Die Europäische Kommission muss endlich die Alternativen berücksichtigen und einen neuen Vorschlag vorlegen. Dieser muss mindestens den Forderungen des Europäischen Parlaments entsprechen."

Weitere Informationen

Martin Häusling

Telefon Brüssel +32-228-45820
Fax Brüssel +32-228-49820
Telefon Straßburg +33-3-88175820
Fax Straßburg +33-3-88179820