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25.11.2014

Neuartige Lebensmittel

Umweltausschuss stellt Gesundheit vor Konzerninteressen

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments hat am Montagabend über den Berichtsentwurf zu 'Neuartigen Lebensmittel' abgestimmt. Dazu erklärt Martin Häusling, Mitglied des Umweltausschusses:

“Dem EU-Parlament ist ein großer Wurf für mehr Lebensmittelsicherheit gelungen: Mit dem beschlossenen Moratorium für Nano-Lebensmittel wird gewährleistet, dass Lebensmittel, die mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt worden sind, erst nach einer entsprechenden Unbedenklichkeitsüberprüfung in Umlauf gebracht werden dürfen. Für die Verpackung von Lebensmitteln dürfen nur noch Nanomaterialien verwendet werden, die nachweislich keine schädlichen Wirkungen haben. Es ist ein großer Erfolg der Grünen-Fraktion, dass die neue Gesetzgebung ganz klar die Gesundheit der Verbraucher vor Konzerninteressen stellt.

Der Umweltausschuss hat zudem erreicht, dass die Kommissionsvorschläge zu Lebensmitteln, die mit Hilfe von geklonten Tieren oder deren Nachfahren hergestellt worden sind, grundlegend verbessert worden sind: Solange es keine eigene Gesetzgebung zu Lebensmitteln aus geklonten Tieren gibt, müssen nun alle Lebensmittel, die von Klontieren oder deren Nachkommen stammen, dementsprechend gekennzeichnet sein.

Die Abstimmungsergebnisse gehen in die richtige Richtung. Sie zeigen, wie die EU- Institutionen mit neuartigen Lebensmitteln umgehen müssen. Neuartige Lebensmittel erfordern allerhöchste Umsicht in der Handhabung und Gesetzgebung. Ihre Auswirkung auf die menschliche Gesundheit sowie die Gesundheit von Tieren und auf die Umwelt sind noch zu wenig bekannt. Wir sollten deshalb Vorsicht walten lassen, um nicht später mit möglichen unerwünschten Auswirkungen konfrontiert zu werden."

Weitere Informationen

Martin Häusling

Telefon Brüssel +32-228-45820
Fax Brüssel +32-228-49820
Telefon Straßburg +33-3-88175820
Fax Straßburg +33-3-88179820