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25.09.2013

Öffentliche Gesundheit

Abgeordnete fordern strengere Regulierung von Medizinprodukten

Der Umwelt- und Gesundheitsausschuss des Europaparlaments stimmte heute über zwei Gesetzesvorschläge ab, die die EU-Regeln für Medizinprodukte verbessern sollen. Mehrere Skandale um beispielsweise fehlerhafte Brustimplantate und defekte künstliche Hüftgelenke haben dies notwendig gemacht. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA-Fraktion im Europaparlament, erklärt nach der Abstimmung:

"Die Skandale der letzten Jahre um fehlerhafte Brustimplantate oder künstliche Hüftgelenke haben gezeigt, dass die europäische Gesetzgebung für Medizinprodukte unzureichend ist. Es muss sichergestellt werden, dass mit hohem Risiko behaftete Produkte besser geprüft werden, bevor sie auf den Markt gelangen. Auch sollen innovative Produkte mit hohem Risiko mit existierenden Behandlungen verglichen werden. Beide Vorgaben sind wichtig, um sicherzustellen, dass neue Produkte sicher und ungefährlich sind und einen zusätzlichen therapeutischen Nutzen haben. Ich freue mich, dass der Ausschuss heute beides beschlossen hat.

Wir Grüne haben uns insbesondere für ein Verbot von gefährlichen (z.B. krebserregenden) Substanzen in bestimmten Produkten eingesetzt und freuen uns, dass wir heute dafür Unterstützung von der Mehrheit des Ausschusses erhalten haben.

Auch die grüne Forderung nach mehr Transparenz zu den Ergebnissen klinischer Prüfungen fand Unterstützung. Nur so kann die Glaubwürdigkeit der klinischen Prüfungen erreicht und das Vertrauen der Menschen in die Ergebnisse gestärkt werden."

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Rebecca Harms

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