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11.03.2014

Plastiktüten

EU-Abgeordnete wollen strengere Regeln für Einwegtüten

Am Montagabend stimmte der Umweltausschuss des Europaparlaments über eine neue Richtlinie ab, die den Verbrauch von Einwegtüten in der  EU reduzieren soll. Die Grünen begrüßen das Ergebnis, das den Vorschlag der EU-Kommission entscheidend verbessert. Rebecca Harms, Vorsitzende der Grüne/EFA-Fraktion erklärt dazu:

"Mit diesen Regeln können wir den Verbrauch von Einwegtüten schnell deutlich verringern. Die Reduzierung des Plastiktütenverbrauchs ist ein wichtiger Schritt, um den Plastikmüll und seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit in den Griff zu bekommen. Deshalb begrüßen wir, dass sich die EU-Abgeordneten des Umweltausschusses sowohl für ein verbindliches Reduktionsziel beim Verbrauch als auch für eine Abgabe auf Einwegtüten ausgesprochen haben.

Der Einwegtütenverbrauch soll innerhalb von drei Jahren um 50,  in fünf Jahren dann um 80 Prozent sinken . Länder wie Irland haben gezeigt, dass diese Ziele leicht erreichbar sind. Die Länder, die weiter gehen wollen und Einwegtüten ganz verbieten wollen, können dies ebenfalls tun. Auch kompostierbare Tüten sind von den Vorgaben betroffen. In Ländern wie Deutschland oder Italien, die Biomüll getrennt sammeln, kann der Preis für diese Tüten aber bis zu 50 Prozent niedriger angesetzt werden als der für konventionelle Plastiktüten.

Wir hoffen, dass das EU-Parlament dieses Ergebnis bei seiner Abstimmung im April bestätigen wird."