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12.09.2012

Reform der Fischereipolitik

EU-Parlament beschließt transparentere Kennzeichnung von Fisch

Heute stimmte das Europäische Parlament über die ersten gesetzgebenden Vorschläge zur Reform der Fischereipolitik ab (1). Die Grünen begrüßen, dass in den Gesetzestext zur Marktorganisation mehr Transparenzkriterien für die Kennzeichnung von Fisch aufgenommen wurden. Gleichzeitig bedauern sie, dass wichtige Information über Fischereimethoden außen vor bleiben.

Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im Europäischen Parlament und stellvertretendes Mitglied im Fischereiausschuss, erklärt dazu:

"Nach dieser Abstimmung werden die Verbraucherinnen und Verbraucher klarere Informationen über den Fisch, den sie kaufen, erhalten. Zukünftig müssen Informationen über den konkreten Fischbestand, die Fangregion und die Fangart  angegeben werden. Bislang musste die Kennzeichnung nur ein großflächiges Gebiet angeben, in dem viele Fischbestände vorkommen können. Das Europaparlament unterstützte auch, dass Information über den Flaggenstaat des Fangbootes in die Kennzeichnung mit aufgenommen werden muss. So sehen die Verbraucherinnen und Verbraucher das Ursprungsland des Fisches, den sie kaufen.

Die Grünen wollten die derzeitige Bestimmung ändern, die Subventionen für die Lagerung des Fisches vorsieht, wenn der Marktpreis zu gering ist. Leider stimmte ein Großteil der Abgeordneten dagegen. Die Grünen sind für den Stopp der veralteten Subventionszahlungen dieser Art. Wenn der Marktpreis zu niedrig ist, sollen die Boote im Hafen bleiben. Fisch hält sich am besten im Meer."

(1) Stevenson Bericht über den Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die gemeinsame Marktorganisation für Erzeugnisse der Fischerei und der Aquakultur

Weitere Informationen

Rebecca Harms

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