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20.03.2013

Schadstoffe in Batterien

Umweltausschuss will Totalverbot von Kadmium und Quecksilber in Batterien und Akkus

 

Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat heute über eine Revision der Vorschriften für Schadstoffe in Batterien und Akkumulatoren abgestimmt. Rebecca Harms, Fraktionsvorsitzende der Grünen/EFA im europäischen Parlament, erklärt zum Ergebnis der Abstimmung:

"Die heutige Abstimmung ist ein weiterer und wichtiger Schritt in Richtung umweltfreundlichere und sicherere Batterien und Akkumulatoren.

Sicherere und bessere Alternativen zur Verwendung von Cadmium in Akkumulatoren von schnurlosen Elektrowerkzeugen und von Quecksilber in Knopfzellen sind bereits vorhanden. Daher macht es keinen Sinn, weiterhin den Gebrauch dieser schädlichen Substanzen zu erlauben. Nach dem Beschluss des Umweltausschusses sollen diese Ausnahmen endlich aufgehoben werden, für Quecksilber ab Ende 2014 und für Cadmium ab Ende 2015.

Die Europa-Abgeordneten unterstützten auch Vorschläge, die den Austausch, das Recycling, und die sichere Entsorgung von Batterien in Geräten erleichtern sollen. Batterien sollten gemäß der gültigen Richtlinie problemlos entnommen werden können. Doch in allzu vielen neuen Geräten sind die Batterien fest verbaut - entgegen geltenden Rechts. Der Ausschuss hat sich dafür ausgesprochen, dass solche Batterien, die nicht vom Verbraucher entnommen werden können, so gebaut werden sollen, dass jede Fachkraft dies einfach erledigen kann und nicht nur der Hersteller. Das wird das Monopol der Hersteller in diesem Bereich brechen und die getrennte Verwertung/Entsorgung von Altbatterien gemäß den Vorgaben der Elektroschrottrichtlinie erleichtern.

Wir hoffen, dass die Mitgliedsstaaten dieser Position folgen, und nicht etwa den Interessen einiger Hersteller von schnurlosen Elektrowerkzeugen, die noch so lange wie möglich ihre minderwertigen und umweltschädlichen Produkte mit Nickel-Cadmium Akkus verkaufen wollen."

Weitere Informationen

Rebecca Harms

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