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31.01.2011

Seltene Erden sichern Öko-Innovationen

Studie des Öko-Instituts mit 8-Punkte-Plan

Seltene Erden entwickeln sich zu einem zentralen Thema in der europäischen Industriepolitik. Besonders im Bereich der Öko-Innovationen sind die knappen Rohstoffe unverzichtbar: So werden Materialien wie Neodymium, Terbium oder Lathanum besonders für die Herstellung von Windrädern, Elektrofahrzeugen oder Energiesparlampen benötigt. Das Problem: China besitzt mit 95 Prozent nahezu ein Monopol bei der Förderung und dem Verbrauch dieser Rohstoffe. Seltene Erden gehören daher als zentraler Bestandteil in die Rohstoffstrategie der Europäischen Union. Das in der letzten Woche durchgesickerte Dokument der Barroso-Kommission lässt aber daran zweifeln, dass die Union die richtigen Schwerpunkte setzt. Mehr dazu hier.

Der Grüne Europaabgeordnete und Sprecher der Europagruppe, Reinhard Bütikofer, hat zu diesem Thema eine Studie beim Öko-Institut in Auftrag gegeben, die heute in Berlin einem Fachpublikum vorgestellt wurde. "Mit ihrer versprochenen Rohstoffstrategie tut sich die Europäische Kommission schwer. Soll man bei Seltenen Erden und anderen wichtigen Industrie-Rohstoffen vor allem ausreichenden Zugang zur Förderung in Drittländern ins Auge fassen oder Rohstoff-Effizienz und Recycling in das Zentrum stellen? Die Studie des Ökoinstituts gibt Antworten auf diese Fragen." kommentierte Bütikofer vor Fachpublikum.

Die Studie setzt besonders auf das Recycling seltener Erden, ein bislang vernachlässigtes Thema. In einem Acht-Punkte-Plan wird weiter erläutert, wie ein nachhaltiges Ressourcenmanagement für die knappen Materialien in der Zukunft aussehen kann. Die Durchführung der Studie wurde von der Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament unterstützt.

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