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27.09.2013

Straßenhunde in Rumänien

Grüne kritisieren Massentötungen und fordern europäisches Tierschutzrecht

Dass in Rumänien ein Kind von Hunden angefallen und getötet wurde, ist ein schrecklicher Vorgang, der uns traurig macht. Unser Mitgefühl gilt den Eltern und Angehörigen des Kindes.

Der Vorfall zeigt einmal mehr, dass wir endlich ein europäisches Tierschutzrecht bekommen müssen, das europaweit das Scharfmachen von Hunden konsequent verbietet, entsprechende Sanktionen ermöglicht und Präventionsmaßnahmen vorschreibt. Die massenhaften Tötungen der Hunde widersprechen den einschlägigen, internationalen Abkommen, die von allen EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurden.

Leider wurde das fragliche Gesetz, das die Tötungen legalisiert, am 25. September vom rumänischen Verfassungsgerichtshof bestätigt - trotz der Proteste zahlreicher Abgeordneter des rumänischen Parlamentes, mehrerer NGOs, großer Teile der Bevölkerung und der Animal Welfare Intergroup des Europäischen Parlamentes.

Bedauerlicherweise werden in vielen Staaten der Europäischen Union Straßentiere einfach getötet. Bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass die sog. Kill-Strategie über den kurzfristigen Dezimierungseffekt hinaus die Population nachhaltig reduziert. Gebraucht werden dringend Kastrations- und Sterilisationsprogramme, wie sie bereits von zahlreichen Tierschutzorganisationen in mühevoller und spendenfinanzierter Arbeit vor Ort durchgeführt werden. Wir brauchen dringend eine europäische Lösung und staatlich finanzierte Programme, die die Populationen der Tiere nachhaltig regulieren, damit in Zukunft derartige Vorfälle nicht mehr stattfinden. Das wäre die einzige sinnvolle Reaktion auf diesen tragischen Vorfall.

Weitere Informationen

Martin Häusling

Telefon Brüssel +32-228-45820
Fax Brüssel +32-228-49820
Telefon Straßburg +33-3-88175820
Fax Straßburg +33-3-88179820