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20.01.2011

Teures Geld für Griechenland

Zinsgier der Eurogruppe verschärft die Krise

6,5 Milliarden Euro sind am Mittwoch im Rahmen des Spar- und Anpassungsprogramms an Griechenland geflossen - doch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Probleme ist nicht in Sicht. Die Grünen verurteilen, dass Deutschland, Frankreich und andere Mitgliedsländer versuchen, durch überhöhte Zinsen an der schwierigen Situation der Griechen auch noch Geld zu verdienen.

"Die Zinsen auf die Kredite an Griechenland dürfen das Niveau, das den Mitgliedsstaaten bei der Aufnahme an den Märkten entsteht, auf keinen Fall übersteigen" so der Grüne Europaabgeordnete und Koordinator seiner Fraktion im Wirtschafts- und Währungsausschuss, Sven Giegold.

Auch die Grünen fordern Haushaltsdisziplin in Griechenland: Weitere Lohn- und Rentenkürzungen werden die sozialen Probleme aber nur verschärfen und das Land noch tiefer in die Krise stürzen. Stattdessen sollte die Regierung niedrige Einkommen schützen und Gelder durch Einsparungen im Militärbudget und die Bekämpfung von Steuerhinterziehung und Korruption freimachen.

Europa muss mithelfen, die griechische Wirtschaft so schnell wie möglich wieder anzukurbeln. Auch Griechenland braucht Investitionen in eine nachhaltige Wirtschaft. Auch Griechenland braucht einen Green New Deal. Dabei sollte die Europäische Investitionsbank eine tragende Rolle spielen und den Umbau der Wirtschaft mitfinanzieren. Den Griechen wieder auf die Beine zu helfen, ist im Interesse der ganzen Union.

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