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10.09.2010

Globale Gerechtigkeit durchsetzen! Jetzt!

Millenniumsaufruf

Zehn Jahre nach dem Millennium-Gipfel der Vereinten Nationen steht fest, die Verwirklichung der Millenniumziele ist wichtiger, als je zuvor. Die Anstrengungen der letzten zehn Jahre reichen nicht aus.

Die Weltgemeinschaft steht vor enormen Herausforderungen:

  1. Globale Ungerechtigkeit: Immer noch leben zu viele Menschen in tiefster Armut, ohne Zugang zu Bildung und ärztlicher Versorgung. Die Ärmsten dieser Welt leiden besonders unter Umweltzerstörung und Klimawandel, unter schlechter Regierungsführung und Krieg sowie unter Wirtschaftskrisen und Ausbeutung. Es bleiben nur noch fünf Jahre, um die die Millenniums-Entwicklungsziele (MDG) der Vereinten Nationen zu erreichen. Fünf Jahre, um gemeinsam gegen Armut, Hunger und Krankheit in den ärmsten Regionen unserer Welt vorzugehen.
  2. Mangel an globaler Verantwortung: Die Staaten der westlichen Welt und die deutsche Bundesregierung stehen kurz davor, wieder einmal ihre Zusagen an die Entwicklungsländer nicht einzuhalten. Aber gerade in Zeiten von Klima- und Wirtschaftskrise stehen wir in der Verantwortung, die Bedürftigen dieser Erde nicht einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Die Entwicklungszusammenarbeit ist nach wie vor zu schlecht finanziert, zu unkoordiniert und zu ineffizient. Die versprochene globale Entwicklungspartnerschaft steckt noch in den Kinderschuhen.

Anlässlich der UNO-Konferenz MDG+10 im September 2010 in New York fordern wir:

  • Globale Entwicklungspartnerschaft verwirklichen! Die Konferenz in New York muss die globale Entwicklungspartnerschaft bekräftigen und ausbauen. Die Staaten sind gemeinsam in der Verantwortung für eine Erreichung der MDG.
  • Verpflichtungen einhalten! Die Bundesregierung muss ihre Zusagen einhalten. Sie muss sich zu einem Stufenplan verpflichten, um bis 2015 0,7% des Bruttonationaleinkommens für die Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen.
  • Kohärente Politik! Nur ein ganzheitlicher, alle Politikbereiche umfassender Ansatz kann zur Erreichung der MDG führen. Die Handels-, Agrar-, Wirtschafts- und Finanzpolitiken der Industriestaaten müssen auf die Entwicklungsziele abgestimmt werden.
  • Ein Global Green New Deal!Um Mehr Gerechtigkeit zu erreichen, gilt es, die globalen Finanzmärkte zu regulieren sowie die globale Wirtschaft auf nationaler und internationaler Ebene ökologischer und sozialer zu gestalten.
  • Menschenrechte für Entwicklung! Alle Menschen haben das Recht auf Entwicklung und Gleichberechtigung, auf Nahrung, Bildung und Gesundheit. Beim Endspurt für die MDG müssen diese Menschenrechte an erster Stelle stehen.

 

Mehr:
www.skakeller.de
Grüne Bundestagsfraktion: Entwicklungszusammenarbeit

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