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27.04.2010

Mehr Transparenz bei der Verwendung der Agrargelder nötig

Agrarsubventionen

Anlässlich der Veröffentlichungen der Empfänger von Agrarsubventionen durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Deutschland erklären Helga Trüpel, Mitglied im Haushaltausschuss, und Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA:

"Es war höchste Zeit, dass auch in Deutschland endlich Klarheit herrscht: Allein der Landbesitz berechtigt selbst große Industriekonzerne wie RWE, BASF oder den Rüstungskonzern Rheinmetall, Agrargelder aus Brüssel zu kassieren.

Wir fordern mehr Transparenz bei der Offenlegung der Agrarsubventionen. In den Niederlanden können Bürger im Internet einsehen, wofür die Mittel vergeben werden. Hier besteht noch Verbesserungsbedarf in Deutschland. Wenn eine Molkerei staatliche Unterstützung bekommt, damit Kinder in der Schule Milch angeboten wird, ist das eine sinnvolle Förderung.

Die Informationen darüber wo das Geld aus Brüssel hingeht kommen genau zur richtigen Zeit. Bei der anstehenden EU-Agrarreform brauchen wir klare Kriterien, wer für welche ökologische oder soziale Leistung unterstützt wird. Tierfreundliche Haltungssysteme, klimafreundliche Bodennutzung und Ökolandbau werden von den Bürgerinnen und Bürgern gerne unterstützt."

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